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 „Zauberland der Wörter“
Erzählen für Kinder von 5-8 Jahren



Der Titel verrät schon, es geht um ein Zauberland, das anscheinend den Wörtern gehört. Denn an Zauberei grenzt es für viele junge Kinder, wenn allein durch Wörter Bilder in ihren Köpfen entstehen. Aber diese Erfahrung müssen sie erst wieder neu lernen, denn sie sind es gewohnt, dass Bilder vor ihnen über einen Bildschirm fliegen. In ihren Köpfen entstehen keine eigenen Bilder mehr, er ist voll gestopft mit viel zu vielen vorgefertigten Bildern unserer Medien, die Landkarte der Phantasie ist bereits beschrieben. Das gesprochene Wort, das nicht zusätzlich visualisiert wird, bleibt als abstrakte Hülse vor ihnen stehen. Sein Inhalt kommt nicht bei ihnen an.

 

Wir müssen zuerst ihre Imaginationsfähigkeit wieder erwecken, um ihr Verständnis zu erreichen. Unsere professionellen ErzählerInnen entfalten mit ihrer hohen physischen Präsenz, ihrer Mimik und Körpersprache, der Stimme, der Satzmelodie und der lautmalerischen Modulierung des Geschehen und vor allem durch den ständigen Blickkontakt die Geschichte für und mit den Kindern. Das körpersprachliche Vokabular wird zur Verständnisebene für bisher Unbekanntes. Mit hoher emotionaler Beteiligung folgen sie der bildreichen Geschichte des Helden bis zu seinem erlösenden Ende. Aus Erfahrungen ähnlicher Projekte wissen wir, dass ihr Konzentrationsvermögen unerwartet hoch ist, deutlich höher als beim Vorlesen.

Erzählen ist ein sehr niederschwelliges Angebot, das keiner Vorbildung bedarf. Es ist eine lustvolle Begegnung mit Sprache im direkten menschlichen Kontakt. Und es ist eine dialogische Kunst, Fragen und Zwischenrufe der Kinder werden in den Fluss der Geschichte aufgenommen und sie entsteht zwischen ErzählerIn und den Kindern.

 

In der Dreiheit zuhören, nacherzählen und eigene Geschichten erfinden wollen wir eine Verständnis- und Erzählkompetenz ausbilden, die weit über Sprachkompetenz hinaus geht. Die klaren Erzählstrukturen der Geschichten werden ihnen helfen, eigene Erlebnisse in chronologische und kausale Zusammenhänge zu ordnen und sie werden einen reichen Wortschatz erwerben, eigene, auch bedrückende Erlebnisse ihres Alltags in Worte und Bilder zu fassen.

Denn erst wer seine persönlichen und gesellschaftlichen Anliegen plausibel kommunizieren kann, hat eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und ist eine Stütze unserer Gesellschaft.

 

Das Projekt soll über zwei Jahre integrativer Bestandteil des Unterrichts der ersten und zweiten Klassen einer Grundschule in Bocklemünd und der‚Schulkinder’ einer nahen Kita sein.

Informationen zur integrativen Grundschule: www.corneliafunke-schule.de

Ergänzt wird das Projekt durch intensive Elternarbeit und Schulung der Lehrer und Mitarbeiter der Kita und OGTS.

Als Erzählerinnen konnten wir Kathrin Sonza-Reorda und Monika Kep gewinnen.


Im Verlauf der zwei Jahre, so wissen wir aus gleichartigen Projekten aus Berlin („Sprachlos“) und Frankfurt („Wortschatz“), werden die auditiven und kognitiven Fähigkeiten der Kinder in Bezug auf Sprachverständnis und Sprachausdruck geradezu beflügelt und darüber hinaus ihre Konzentrationsfähigkeit stark gefördert, ihr Vorstellungsvermögen wiedererweckt und ihr Sozialverhalten positiv unterstützt.

Erst mit dieser Basis wird Bildung und spätere Wissensvermittlung wieder bei den Kindern ankommen. Wir sind davon überzeugt, dass mithilfe diesen Projektes Grundlagen für den erfolgreichen Schulabschluss gelegt werden, den diese Kinder und unsere Gesellschaft so dringend brauchen.



 


 


 


 


 



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